Aktuelle Daten - Pollen

Zwischen 15 und 20% der Schweizer Bevölkerung leiden an einer Pollenallergie. Für die Information der Allergikerinnen und Allergiker betreibt MeteoSchweiz das Nationale Pollenmessnetz. Es umfasst insgesamt 14 Messstationen, welche die wichtigsten Klima- und Vegetationsräume der Schweiz berücksichtigen.

Aktuelle Pollenbelastung in der Schweiz

Aktuelle Pollenbelastung

Pollenbelastung:

keine Belastung  keine
schwache Belastung  schwach
mässige Belastung  mässig
Starke Belastung  stark

Pollen: kleine Ursache, grosse Wirkung

Pollen haben bei allen höheren Pflanzen die Aufgabe, das männliche Erbgut bei der Befruchtung auf die Eizelle zu übertragen. Einzelne Pollenkörner sind von Auge kaum sichtbar, sie messen je nach Art von 10 bis 100 Tausendstel Millimeter.


Welche Pollen lösen Heuschnupfen aus?

Damit die Pollen überhaupt Heuschnupfen auslösen können, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. Erstens müssen die Pollen Allergene enthalten, die vom Körper als Eindringlinge bekämpft werden. Nicht alle Pollen besitzen solch aggressive Allergene. Zweitens müssen die Pollen in grossen Mengen in der Luft sein. Genügend grosse Mengen an Blütenpollen produzieren nur windblütige Pflanzen. Zu den windblütigen Pflanzen gehörend die Gräser und viele Bäume. Die Blüten eines einzelnen Grashalms enthalten ungefähr 4 Millionen Blütenpollen.


Welches sind die wichtigsten Pollenarten in der Schweiz?

In der Schweiz sind sechs Pollenarten für rund 95% der Pollenallergien verantwortlich: Gräser-, Birken-, Eschen-, Hasel-, Erlen- und Beifusspollen. Neue Pflanzen können jedoch dazukommen.
Die meisten Personen reagieren nicht nur auf eine Pollenart, sondern auch auf Pollen von verwandten Pflanzenarten. So sind die Familien der Birken- und Haselgewächse sehr nah verwandt und besitzen ähnliche Allergene. Man spricht deshalb von Kreuzreaktionen. Kreuzreaktionen kann es auch zwischen Pollen- und Nahrungsmittelallergien geben.


Was haben Pollen mit dem Wetter zu tun?

Der Pollenflug und damit die Heuschnupfensymptome sind sehr stark vom Wetter abhängig. Es sind Temperatur, Sonnenschein, Luftfeuchtigkeit und Wind, welche eine wichtige Rolle spielen. Die Pflanzen geben ihre Pollen nur bei trockenem und relativ warmem Wetter ab. Unterschiede gibt es aber von Pflanze zu Pflanze. Eine Birke kann bereits eine Stunde nach einem Niederschlag wieder Pollen an die Luft abgeben. Bei Gräserpollen tritt hingegen an einem regnerischen Tag kein nennenswerter Pollenflug auf.


Wie werden die Pollen aufgefangen und gemessen?

An jeder der 14 Messstationen steht eine volumetrische Pollenfalle. Diese Pollenfalle saugt mit Hilfe einer Pumpe zehn Liter Luft pro Minute durch eine 14 x 2 mm grosse Öffnung an. Hinter diesem Ansaugschlitz dreht sich eine Trommel, auf der sich ein mit Silikon beschichteter Kunststoffstreifen befindet. Die mit der Luft angesaugten Pollen und andere organische und anorganische Partikel bleiben auf dem Streifen haften.

Pollenfalle

Die Trommel wird wöchentlich gewechselt und an eines der beiden Analysezentren in Zürich oder Payerne geschickt. Dort werden aus dem Streifen Tagespräparate hergestellt. Unter dem Mikroskop werden die Pollen bestimmt und ausgezählt. Auf dem Objektträger sind neben den Pollen auch andere organische Partikel wie Pilzsporen, aber auch verschiedene anorganische Partikel wie Saharastaub oder Russteilchen, zu beobachten.

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